WordCamp08-Geschichten

Eine Woche ist um, die Eindrücke verdaut, jetzt gibt es meine kurze Beschreibung zum WordCamp08.

Ich muss, denke ich einmal, mich nicht noch einmal bei dem Orga-Team bedanken, das habe ich schon. Ich muss auch nicht, wie fast alle Teilnehmer, noch einmal darauf hinweisen, dass die Location gut war (ach kommt schon, das ist bei mir um die Ecke – nichts Besonderes), das Catering ebenso. Also rein ins Vergnügen.

Am Freitag fing das sog. Vorglühen im Sausalitos an. Wo das Vorglühen stattfinden sollte, darüber wurde im Vorfeld gestritten, bis es einfach undemokratisch bestimmt wurde. Na gut, kann man mit leben. Aber die Bar war grottig. Sorry. Die Musik verursachte bei mir Magenschmerzen und sie war so laut, dass ich teilweise mein Gegenüber in 50 cm Entfernung nicht verstehen konnte. Auch war ich ein wenig enttäuscht, dass doch so wenige erschienen sind. Die Gruppe blieb überschaubar.

Gleich nach dem Reinkommen, das erste Real-Life-Meeting (dtsch: Treffen) mit Valentin, den ich bereits aus diversen eMails kannte. Den versprochenen Bauchtanz hat er übrigens an keinem der Tage vorgeführt. Angeblich würde er ihn vorführen, wenn ich ihn in Dublin besuchen käme. Pass‘ auf! Ansonsten gab’s Gespräche mit Jens und Manuel, der sich, so habe ich ihn in dem Lärm verstanden, erst noch ein wenig ins Bloggerleben einfuchsen muss. Überrascht war ich, als auf einmal André vor mir stand und meinte, ich müsse der Typ von Magerfettstufe sein. Er würde mich regelmäßig lesen. So etwas ähnliches brachte auch Sven. Uhh, ich bin eine lokale Quasi-Berühmtheit. 🙂 Das mussten auch andere erfahren. Na gut, das stimmt nicht. Ist nur ein Namens-Vetter… 😉

Der Sonnabend war für mich leider nicht so ergiebig, wie für andere Teilnehmer. Nach dem Ankommen griff ich mir etwas zu trinken und stürzte mich ins Gewühl. Dabei traf ich auf Mark, der einen gescheiten HTML-Editor für den Mac suchte. skEdit oder Coda waren meine Empfehlungen. Kurze Zeit später stand Joachim vor mir. Auch hier ein Lob kassiert. Sehr nett. 😀

Hier und da hörte ich, dass auf dem WordCamp die üblichen Verdächtigen der Barcamps anzutreffen seien. So Mancher scheint jedes Event mitzunehmen, hauptsächlich um sich zu präsentieren und Geschäfte zu machen. Das kommt, so vernahm ich, übrigens gar nicht so gut an…

Nach der kurzen Organisation der Sessions hörte ich noch Gerrits Beitrag Wordpess vs. Textpattern, der nett war, mir aber nicht viel neue Erkenntnisse brachte. Dann musste ich leider verschwinden und kam erst zur Bloglesung wieder. Schade. Die Lesung war jedoch sehr nett. Vier völlig verschiedene Stile, jeder auf seine Art ansprechend. Im Anschluss fand ich mich zusammen mit Jens unten vor dem Stilwerk. Thomas gesellte sich dazu und alle standen wie die dummen Herdentiere herum, bis sich diese dann doch noch träge in Gang setzten. Nur, um vor der Tür vom Restaurant auf eine kleine Gruppe zu stoßen, die uns wieder ins Herdenverhalten zurückfallen ließ. Doch auch das konnten wir überwinden.

Der erste Tisch war unserer. Zu unserem Trio gesellten sich u.a. Ralf und Alex. Namen sind Schall und Rauch. Das musste ich schon beim Vorglühen feststellen. „Hallo, ich bin der André!“ – Ja. Und? Keine Ahnung. Wie heißt Dein Blog? … Ach, der Bosch. – So konnte ich auch zunächst nichts mit Thomas anfangen, bis das Schlagwort myGallery fiel. Ahhh. Ein Promi am Tisch! Man unterhielt sich nett, bis Thomas meinen Hintergrund ausleuchten wollte. Da war es raus. Und plötzlich aus allen Ecken (also von Ralf und Alex): Ich hockte mit lauter Lehrern an einem Tisch. Die finden sich auch immer… 🙂 Alex und Ralf wollten, dass ich noch eine Session zum Thema Barrierefreiheit hätte halten sollen. Beim nächsten Mal, Jungs…

Der Sonntag war etwas ergiebiger (ein klitzekleines bisschen) für mich. Nach dem Vortrag von (schon wieder?) Gerrit zum Thema Typo im Webdesign (nicht sehr WP-like), musste ich ran und erzählte so dies und das zum Thema Microformats. Ich hoffe, den Zuhörern hat es etwas gebracht. Ich denke doch, oder? Oliver war’s nicht „tief“ genug, aber das hatte ich auch im Vorfeld angekündigt, dass ich zunächst für die Vielen, die noch nie etwas von Microformats gehört hatten, etwas dazu sagen müsse. Gerne hätte ich mehr (und langsamer) erzählt.

Mittagessen. Hier fing ich an, ein wenig live zu bloggen. Überhaupt: Irgendwo las ich, dass so viele ihr Notebook auf dem Schoß hatten und mitschrieben. Das sah ich nicht so. Wenn man mal bei den Leuten auf die Monitore schaute, waren die sonstwo, aber nicht in ihrem WordPress-Adminbereich. Da wurde geshoppt oder getwittert oder sonstwas im Netz angesteuert.

Naja, ich habe also angefangen live zu bloggen. Dabei habe ich leider den Vortrag über PhraseExpress verpasst. Stattdessen hockte ich… — aber lest selber.

Abschließend eine Gesprächsrunde, die viel zu kurz und damit leider unproduktiv war. Dann ab ins Samova, wo, so glaube ich, während des gesamten Wochenendes sich kein Blogger hin verirrt hatte. Von wegen „Chillout-Zone“… Lecker Tee, nettes Gespräch noch einmal mit Jens, bis ich in eine Kamera reden sollte, wie mir das Camp gefallen habe. Kleine Spitze in Richtung Pott (hey, der hat angefangen und über Hamburg gelästert!), als auf einmal Tina und Jens irgendein Ich-liebe-den-Pott-Lied anstimmten. Genau habe ich das nicht verstanden, da mir die Ohren bluteten. Ich denke, man wird meine Verwunderung in dem Video sehen… Mark kam noch einmal rein, lobte meinen Vortrag und lud mich ein, zur re:publica zu kommen. Joachim fragte, ob ich nicht auch zum Barcamp in Jena wolle.

Fazit

Mir hat es gut gefallen. Lauter nette Leute. Endlich Gesichter hinter den Tastaturen. Ich bedauere es, am Sonnabend nicht den gesamten Tag da gewesen zu sein. Gerne hätte ich auch noch mehr Leute gesprochen.

Kommentare (5)

  1. Valentin schrieb:

    Schön das du da warst und wir uns einmal richtig getroffen haben. 🙂

    Und seit wann siehts hier eigentlich so…. so neu aus???

    Grüße aus Dublin

    Samstag, 2. Februar 2008 um 11:59 #
  2. Jens schrieb:

    Nanana… angefangen hat Andre mit (sinngemäß) „Der Pott ist grau und staubig“.

    Das Lied war übrigens Sauerland – nicht direkt ruhrpöttisch, aber wenn man so weit an der Küste in McPomm ist (*g*), dann verschwinden diese regionalen Unterschiede. 😉

    Samstag, 2. Februar 2008 um 12:51 #
  3. Nils schrieb:

    @Valentin: Seit einigen Tagen. Hatte auf einmal Probleme mit meinem alten Theme, da musste schnell eines neues her. Ist nur ein wenig modifiziert…

    @Jens: Wo der Bosch Recht hat, hat er Recht. — MeckPom… Das zeigt mal wieder, wie mies das Bildungssystem bei Euch ist. Von Geografie keine Ahnung. 😛

    Samstag, 2. Februar 2008 um 13:26 #
  4. tboley schrieb:

    Na, dass mit dem Promi ist fraglich. mein Status reicht ja nicht mal, um damit in ein Dschungelcamp zu kommen. Wobei ich das, erhlich gesagt, nicht schlimm finde 😉

    Die Sache mit pädagogischen Hintergrund fand ich auch sehr witzig. Wobei das mal wieder zeigt, wofür die Ausbildung gut ist: man kommt damit wirklich überall hin: Politiker, Webentwickler, Tellerwäsche…

    Montag, 4. Februar 2008 um 10:56 #
  5. Ralf schrieb:

    Lehrer? Wo waren denn da Lehrer? Alex und ich sind schon mal keine!
    Nächstes Mal? Wann, wo?

    Mittwoch, 13. Februar 2008 um 22:11 #

Trackback/Pingback (1)

  1. Wie fanden es die Teilnehmer? » Beitrag » Wordcamp 2008 am Samstag, 2. Februar 2008 um 06:47

    […] Berichte und Eindrücke zum WordCamp08 in Hamburg von Tobias Huber, Oliver Wagner, Markus Zeeh, Jens Matheuszik, Gerrit van Aaken, Peter Jebsen, Mark Henckel, Frank Bueltge, Sven Wiesner, Lori Grosland, René Tauchnitz, Sven “Boogie” Augustin, Thomas Boley, Dennis Morhardt, Tobias Jordans, Nicolai Schwarz, Zeniscalm, Daniela, Valentin Tomaschek, Magerfettstufe, Timo Heuer, Jörg Weisner, Robert Basic, Merlix, Joachim Dethlefs, Powerbook, Frank Hunck, Lorelle on WordPress (written by Ian), Michel Simon, BlogHerald, Boy Nils Schulte am Hülse, Barret, Ralf Appelt, Nils Lauk… […]