HVV-Preiserhöhung 2012

Wie immer zum Anfang eines neuen Jahres, erhöht der HVV seine Preise. Er kann eben nicht anders. Was einmal angekündigt war, kann man nicht zurücknehmen. Zumindest nicht, wenn es Geld einbringt. Das - natürlich - nur dem Kunden zugute kommt. Schon klar.

Karte Neu Alt Diff.
Vergleich der Preise vom 05. Januar ‘11 mit Preisen vom 02. Januar ‘12
Einzelkarten
Einzel, 1 Zone 1,85 € 1,80 € + 2,8%
Einzel, 2 Zonen 2,40 € 2,35 € + 2,1%
Nahbereich HH 1,85 € 1,80 € + 2,8%
Großbereich HH (2 Ringe) 2,85 € 2,80 € + 1,8%
3 Ringe 4,70 € 4,65 € + 1,1%
4 Ringe 6,35 € 6,20 € + 2,4%
Gesamtbereich 7,85 € 7,65 € + 2,6%
Kind Großb. 1 o. 2 Ringe 1,00 € 1,00 € ± 0%
Kind Gesamtbereich 2,00 € 2,00 € ± 0%
Ganztageskarten
Großbereich HH (1-2 R.) 6,95 € 6,80 € + 2,2%
3 Ringe 10,55 € 10,30 € + 2,4%
4 Ringe 13,90 € 13,60 € + 4,5%
Gesamtbereich 17,50 € 17,10 € + 2,3%
9-Uhr-Tageskarten
Großbereich HH (1-2 R.) 5,60 € 5,50 € + 1,8%
3 Ringe 9,30 € 9,10 € + 2,2%
4 Ringe 11,20 € 11,00 € + 1,8%
Gesamtbereich 14,90 € 14,90 € ± 0%
Kind Großbereich (1-2 Ringe) 1,90 € 1,90 € ± 0%
Kind Gesamtbereich 3,80 € 3,80 € ± 0%
9-Uhr-Gruppenkarten
Großbereich HH (1-2 R.) 9,90 € 9,60 € + 3,1%
3 Ringe 15,30 € 14,70 € + 4,1%
4 Ringe 19,80 € 19,20 € + 3,1%
Gesamtbereich 24,90 € 24,30 € + 2,5%
3-Tage-Karte
Großbereich HH 16,80 € 16,50 € + 1,8%
Hamburg CARD
1 Tag 8,90 € 8,90 € ± 0%
3 Tage 20,90 € 20,50 € + 2%
5 Tage 36,50 € 35,90 € + 1,7%
Gruppe 1 Tag 14,50 € 13,90 € + 4,3%
Gruppe 3 Tage 35,90 € 34,50 € + 4,1%
Gruppe 5 Tage 59,90 € 59,90 € ± 0%
Schönes Wochenende-Ticket
Gesamtbereich 40,00 € 39,00 € + 2,6%

So ärgerlich eine Preiserhöhung auch ist, wir haben 2012 Grund zum Jubeln. Ja, man mag es kaum glauben. Lag die Preiserhöhung 2011 noch bei 3,64%, hat der liebe HVV mal die Spendierhosen angezogen und in diesem Jahr nur um gerundete 2% erhöht. Insgesamt sieben der aufgeführten Preise haben sich nicht verändert. Das ist doch was! Naja …

Der IWF erwartet eine Inflationsrate von im Schnitt 1,9%. Da kann der HVV drüber. Reallöhne sollen hingegen nicht kräftig steigen

Somit bleibt alles beim Alten, auch in 2012.

Top 9

Ruhig war es in diesem Jahr in diesem Blog. Außerhalb des Bloglebens gab es aber die üblichen “anderen Medien”. Und somit auch die jährliche Top 9-Liste. Wie jedes Jahr in loser Folge.

Filme
Planet der Affen: Prevolution (Twentieth Century Fox Film Corporation/ Chernin Entertainment/ Dune Entertainment)
Super 8 (Paramount Pictures/ Amblin Entertainment/ Bad Robot)
X-Men: Erste Entscheidung (20th Century Fox/ Marvel Studios)
CDs
Zettel auf dem Boden von Niels Frevert
Wasting Light von Foo Fighters
El Camino von The Black Keys
Bücher
Introducing HTML 5 von Bruce Lawson und Remy Sharp (2011)
Niemalsland von Neil Gaiman (1998)
Locke und Key: Willkommen in Lovecraft von Joe Hill (2009) [Eigentlich alle Bände aus der Reihe!]

Wie immer gilt: Auch wenn ich zu einem Online-Shop verweise, bin ich mit denen nicht verbandelt und bekomme kein Geld von denen. Es wäre zwar schön, aber ist nicht …

Neues TAN-Verfahren bei der Haspa

In meiner Filiale las ich es schon, ein Kollege macht es bereits, nun trudelte kürzlich auch ein Brief von der Haspa ein. Darin wird der Kunde darüber informiert, dass ab April 2012 das Online-Banking nicht mehr mit der iTAN funktioniert. Also kein “Bitte geben Sie die iTAN Nr. 27 ein”. Ich habe die nach dem Eintragen auch immer brav in meinem Zettel mit den TANs ausgestrichen.

Das soll es nun nicht mehr geben. Stattdessen könne man zwischen chipTAN und smsTAN wählen. Weil alles viel sicherer und so. Die Haspa schickt mir also nicht mehr rechtzeitig eine neue iTAN-Liste zu. Damit sparen sie also schon mal.

chipTAN

Will man die chipTAN benutzen, muss man sich für knapp 9 € ein kleines Gerät kaufen, das auf der Rückseite eine lichtempfindliche Fläche hat. Das ist der TAN-Generator. Möchte man nun eine Überweisung online tätigen, wird man mit einer schwarz-weißen Grafik auf dem Bildschirm konfrontiert, die wild blinkt. Kleines Plastitkgerät davor halten und man erhält — hoffentlich — eine TAN, die man dann eingibt. Somit: “Bitte geben Sie jetzt die TAN ein, die eben für sie generiert wurde.”

Das hat ein Kollege gemacht und gleich im Büro ausprobiert. Klappte nicht. Er musste die Hotline anrufen. Woran es nun genau lag, mag ich nicht sagen.

smsTAN

Bei der smsTAN lässt man sich seine TAN-Nummer aufs Mobiltelefon schicken. Kostenlos wie es heißt.

Sicher sicher

Brief der Haspa in Sachen Onlinebanking
Auf dem Informationsbrief heißt es oben in der gefetteten Einleitung, diese ganze Aktion würde sicherer sein. Vor allem gegen Computerviren.

WTF? Wieso ist eine iTAN ein Hort für Viren, das kleine Plastikdingens, das ich mir für 9 € kaufen muss, aber nicht? Die smsTAN werde ich nicht nutzen. Entschuldigt, aber was man mir “durch die Luft” zuschickt, das kann man bestimmt auch “abhören”. Noch mal: Inwiefern ist die iTAN gefährlich und macht die Türen und Tore für Computerviren auf?? Das riecht eher nach Panikmache mit Buzz-Wörtern. Schreiben wir mal was von Computerviren rein — das zieht immer. Die will keiner haben. Also ist das das Totschlagargument für einen Wechsel.

Dass dieser Wechsel — im Falle von der chipTAN — noch Geld in die Kassen der Haspe spült … Lassen wir mal außen vor. Ne?

Als Vorteil für das neue Online-Banking wird angeführt — neben der Virenfreiheit —, dass man dann von überall Online-Banking machen kann. Juhu!
Schließlich wissen wir alle, wie schwer so ein DIN A4-Blatt ist. Für chipTAN muss man nur dieses Plastikdingens mitschleppen.

Also unterm Strich sind die Argumente alle irgendwie nicht überzeugend. Für mich kommt dabei nur heraus: Ich muss 9 € an meine Bank zahlen, damit ich weiterhin Online-Banking machen kann.

Der ruhige Herr Frevert

Niels Frevert auf Band-Tour in Deutschland
Bewertung: 5 von 5

Niels Freverts neue Scheibe Zettel auf dem Boden ist noch nicht lange auf dem Markt, schon ist der Herr auf Tour gegangen. Mit Band. Hamburg war die zweite Station auf der Tournee. Ein Heimspiel vor “dem besten Publikum” überhaupt. Behaupte ich als Hamburger mal.

Nach der Ein-Mann-Vorband ging es gegen 21 Uhr los. Die Befürchtung, es würde nach der sehr ruhigen neuen CD auch ein sehr ruhiges Konzert werden, wurden erfüllt. Es waren keine echten Befürchtungen, mehr Vermutungen. Wer ein schnelles Rock-Konzert erwartet hatte, der dürfte herbe enttäuscht worden sein. Von seiner neuen Scheibe wurde so gut wie alles gespielt.

Frevert wurde begleitet von fünf Musikern auf der kleinen Bühne des Uebel & Gefährlich. E-Piano, Schlagzeug, Bass sind “Klassiker”, im Hintergrund saß das Cello, vorne am rechten Rand ein Allrounder, der neben dem Vibraphone auch der Mandoline, das Akkordeon und die Trompete spielte. Der instrumentale Umfang war also groß und (angenehm) bombastisch. Der 44-Jährige sang wie immer voller Hingabe. Frevert ist ein Mensch, wenn ich den auf der Bühne sehe, weiß ich, dass ihm sehr viel an seiner Musik liegt, so innig scheint die Beziehung zwischen ihm und seinen Liedern. Stets schön anzusehen.

Das kennt man auch schon, dass Frevert selber relativ gesprächsscheu ist. Weiß man drum, akzeptiert man. Um so schöner ist es, wenn er dann doch mit seinem Publikum redet. Gen Schluss, er hatte gerade Ich würde dir helfen, eine Leiche zu verscharren, wenn’s nicht meine ist gespielt, kam er in leichte Plauderlaune. Er wollte etwas von uns hören.

Ich höre euch so gerne zu. Wir sehen uns ja so selten.

Wunderbarer, herzerwärmender Spruch.

Neben den neuen Liedern gab es auch eine Hand voll alter Stücke. Da hatten wir z.B. das Lied Doppelgänger von seiner ersten Scheibe in einer frischen — ich nenne es mal in Ermangelung an Kenntnis von Musik-Richtungen — “Cool-Jazz”-Version. Klasse dargeboten von der gesamten Gruppe. Im Original eigentlich sehr viel E-Gitarre, bekamen wir hier eine ins ruhige Umfeld der anderen Stücke passende Version des Stücks präsentiert. Glückskeks gab es und Seltsam öffne mich von Freverts zweiter Scheibe ebenso. Das letztere Lied in neuem Gewand, nämlich in sehr beschwingter Form.

Interessant war es zu beobachten, dass das Publikum nach Waschmaschine, das Frevert ganz alleine mit akustischer Gitarre spielte, das also noch ruhiger als im Original war, richtig “ab ging”. Der Applaus war lauter als bei anderen Liedern. Es war aber auch schön.

Unterm Strich ein sehr, sehr gelungenes Konzert. Schnelle Lieder hätten die Grundstimmung gestört. Von daher war es voll und ganz in Ordnung, dass es eher ein ruhiges Konzert war.

Einziger Wermutstropfen: Die Technik spielte nicht immer mit. Gerade am Anfang knackte und knarzte es aus den Verstärkern und Freverts Stimme blieb in der Elektronik des Mikrofons verschwunden. Sehr schade. Musik also top, Technik weit davon entfernt! Trotzdem gebe ich volle Punktzahl. Die Technik will ich jetzt einfach mal nicht mit in die Bewertung reinnehmen. Leider hat das Geknartze auch Idioten auf den Plan gerufen, die Frevert mehrmals mit “Mach mal Soundcheck” nervten. Na gut, sie nervten mich. Auf der Bühne hat er die Zurufe wohl nicht unbedingt verstanden.

Frevert dürfte gerne öfter auf Tournee gehen und vor allem länger spielen. Knapp 90 Minuten inklusive zwei Zugaben ist etwas wenig.