Schmerzensgeld!

Da war ich gestern mit Herrn S. im Kino. Herr S. pflegt immer zu sagen, er würde lieber einen Euro mehr ausgeben, dafür aber keine Werbung sehen. Gestern hätte das Geld in die andere Richtung fließen müssen! Die haben doch echt einen Hakenschuss. Wir mussten diese Grausamkeit von H&M-Trailer namens „Rome & Juliet“ ertragen. Wie lange ist der Mist bloß? Das nahm und nahm kein Ende. Grausige „Schauspieler“, nervende „Musik“ und kein Ende in Sicht. Eine Frechheit. Ich hockte da in meinem Sessel, hochdramatische Schmalzmucke im Ohr und langsam wurde ich immer aggressiver. Das ist mir noch nie passiert. Ich hatte einen Stift in der Hand, mit dem ich am liebsten nach vorn. zur Leinwand gestürmt wäre und diese zerstochen hätte. Oder – alternativ dazu – mal kurz zum Filmvorführer und ihn damit erstechen. Ist das neuerdings die Intention von Werbung? Den Kunden – bin ja noch nicht einmal Zielgruppe – zum Amoklauf treiben? Für die Frechheit hätte ich liebend gerne mein Eintrittsgeld zurück erhalten.

Das Kino war ziemlich voll. Aus allen Ecken hörte man Stöhnen, Gejammere und empörendes Gemecker. Solche tollen Werbefilmchen können sie in der Kindervorstellung bringen, aber nicht um 20h! Ach, mit Blick auf das Wohl unserer Kinder bitte noch nicht einmal in der Kindervorstellung.

Bei der Suche nach Hintergrundinfos zu dieser Scheußligkeit stieß ich auf diverse Foren-Einträge, die alle von dem Teil schwärmten. So tolle Musik… – Deutschland ist echt dem Untergang geweiht.