Hilfe für die Kreuzkirche Ottensen

Kreuzkirche Ottensen Sie ist schon auffällig, die kleine Backsteinkirche mitten in Ottensen. An der (mittlerweile) viel befahrenen Behringstraße steht die Kreuzkirche. Besonders ist sie, weil sie mitten auf einer Verkehrsinsel steht. Vom Hohenzollernring und der Behringstraße umrungen, steht sie da seit 1898.

Lange ist es her, da fuhr ich gerade mit dem Bus an der Kirche vorbei, als ich zwei ältere Männer im Gespräch belauschen konnte. Der eine Mann erzählte dem anderen, dass die Kreuzkirche u.a. so besonders sei, weil ein reicher Hamburger seiner Frau zu Ehren diese Kirche hat bauen lassen. Ob’s stimmt, kann ich nicht sagen, aber wenn einer, um seiner geliebten Frau zu gedenken eine Kirche baut, ist das cool.

So lange ich hier schon wohne, nur einen Steinwurf von der Kirche mit dem spitzen Turm entfernt, muss ich gestehen, war ich noch nie in der Kirche. Hier finden immer wieder Konzerte statt.

Unterstützt die Kreuzkirche

Über 100 Jahre haben natürlich Spuren an der Kreuzkirche hinterlassen. Meine 85 Jahre alte Nachbarin wusste zu erzählen, dass die Behringstraße einst eine zweispurige Straße war, in der Mitte ein mit kleinen Hecken umfasster Grünstreifen. Mittlerweile ist das eine sehr verkehrsreiche und sehr laute, vierspurige Straße. Autos, Lkws und mehrere Buslinien rauschen Tag und Nacht an der Kirche auf der Verkehrsinsel vorbei. Das kann nicht gut sein.

Tatsächlich sind die Schäden an der Kirche der Tabita-Kirchengemeinde so schwerwiegend, dass teure Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssen, will man die Stadtkirche aus der Gründerzeit erhalten. Aus diesem Anlass feiert die Gemeinde am 13. Mai 2012, also Muttertag, ein Aktionsfest um Spenden zu sammeln.

Dach und Mauerwerk müssen saniert werden, das kostet rund 1,2 Millionen Euro. Eine Million wird durch Zuschüsse vom Denkmalschutzamt Hamburg und der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler aufgebracht. 200.000 Euro müssen somit noch aufgetrieben werden.

Um 10.30 Uhr startet ein Gottesdienst, danach wird rund um die Kirche gefeiert. Alle Einnahmen des Festes kommen der Sanierung der Kirche zugute. Also: Hin da!

Auf der Seite der Tabita-Gemeinde findet man auch einen Flyer samt Überweisungsbeleg (PDF).

Wird es Fahrradwege am Opernboulevard geben?

Zwischen Gänsemarkt und Dammtorbahnhof geht es zur Zeit nur schleppend voran. Die Dammtorstraße wird neu gepflastert, die Gehwege neu gestaltet. Überall sind Baugelände und die Fußgänger müssen Umwege gehen. Busse können nur in einer Richtung planmäßig fahren. Am Dammtorbahnhof stehen (noch) die letzten Reste der neuen Brücke. Busse vom Dammtorbahnhof gen Gänsemarkt fahren derzeit über Alsterglacis und Esplanade.

Baustelle Dammtorstraße

Der Brückenbau ist das Eine, die Dammtorstraße zwischen Stephansplatz und Gänsemarkt hingegen ist eine Baustelle, weil der Straßenabschnitt für knapp vier Millionen Euro zum so genannten Opern-Boulevard umgebaut wird. Dabei handelt es sich um ein BID-Projekt, ein von den Gebäudeeigentümern finanziertes Bauunternehmen, um das Quartier aufzuwerten. Gehwege, Fahrbahnflächen und Möblierung werden auf Vordermann gebracht, auf das in Zukunft die Menschen hier flanieren und verweilen können.

Baustelle Opernboulevard

Baustelle Opernboulevard

Auf der Internetseite des entsprechenden BID wird unter anderem von den 26 kastrierten - äh - kastenförmig beschnittenen Platanen gesprochen. Rund um die frisch renovierte - und die ist echt schön geworden! - ehemalige Post, wurde bereits der neue Gehweg verlegt. Gut, auch schon wieder teilweise aufgerissen … aber irgendwie muss man ja die Leute beschäftigen.

Wie bereits beim BID Neuer Wall geht man auch beim BID Opernboulevard den Weg, dass die Gehwege weit abgesenkt sind. So entstehen kaum hohe Kantsteine. Im Neuen Wall schaut das schick aus. Was man dort schon mal besser gemacht hat, als beim BID Opernboulevard: im Neuen Wall wurden andere Gehwegplatten verwendet. An der Dammtorstraße hat man sich scheinbar den selben Mist wie beim Jungfernstieg andrehen lassen. Hell ist der Stein - und glatt wenn er nass wird. Wieso man hier nicht vom Jungfernstieg-Debakel gelernt hat, verstehe ich nicht.

Betrachtet man derzeit die Bauarbeiten an der Straße selber, kann man zwischen den vielen Absperrungen und Baugruben erahnen, dass die Gehwege tatsächlich breiter werden. Schließlich soll man hier flanieren und sich nicht auf engstem Raum kloppen. Was noch nicht genau zu erkennen ist, das ist, ob man beim Opernboulevard Fahrradwege angedacht hat. Vermutlich werden sie nicht auf den Gehwegen zu finden sein. Hier hat man dann wohl doch vom Jungfernsteig gelernt - wo man bekanntlich den Fahrradweg vor lauter “Schönheit” nicht mehr sehen kann. Bleibt zu hoffen, dass sich ein Streifen auf jeder Straßenseite finden wird. Die Planskizzen auf der BID-Homepage lassen jedenfalls keine Fahrradwege erkennen.

60 Fahrrad-Anlehnbügel sind allerdings schon mal geplant. Ganz vergessen hat man die Freunde der Pedalen dann also noch nicht.

Bleiben noch die vergewaltigten Platanen … :-(

S-Bahn Hamburg: Abschreckung an der Tür notwendig

Der HVV (genauer: Hamburgs S-Bahn) sollte einmal darüber nachdenken, den Signalton zu ändern, der erklingt, wenn der Zug kurz vor dem Abfahren ist. Was passiert vor der Abfahrt? Genau: die Türen schließen sich. Wenn dieses *pieppieppiep* ertönt, dann haben die Fahrgäste etwa sieben Sekunden Zeit, bis sich die Türen schließen. Soweit die graue Theorie — oder der Normalfall. Doch es geht auch anders, und das nicht zu selten.

Heute morgen, Bahnhof Altona, S3. Die Bahn war voll. Zwei kleine Jungs kommen die Treppe runtergerannt, bleiben stehen, schauen sich um. Einer zeigt auf unseren Zug und ruft seiner Mutter zu, dass das ihr Zug sei. Auftritt Mutter. Die bleibt stehen, schaut fragend auf die Anzeige, drängt ihren Nachwuchs aber nicht zum Einsteigen. Da ertönt das warnende *pieppieppiep*. Nun geht es schnell. Immerhin haben wir nur wenige Sekunden bis sich die Türen schließen und wir abfahren.

Random Shot S-Bahn HamburgEin Mann kommt die Treppen runter, gesellt sich zu der kleinen Familie. Offensichtlich der Vater der Jungen. Es piept. Ein weiterer Mann huscht an der Familie vorbei und springt in den Zug. Vater kommt ebenfalls auf den letzten Drücker ins Abteil. Dabei zieht er ein Kind mit. Mutter und Kind 2 stehen noch vor der Tür, die sich schließt. Entsetzen auf Mutters Gesicht.

Nun die “Heldentat” des Tages. Der junge Mann, der noch vor dem Vater in den Zug sprang, drängelt sich in die beinahe geschlossene Tür. Den Rücken an den einen Türflügel, mit beiden Händen stemmt er sich gegen die andere Tür. So können sich Mutter und Kind 2 auch noch reinschummeln. Das Piepen dröhnt in den Ohren. Schon hüpfen zwei Schülerinnen ebenfalls in die von dem hilfsbereiten Mann aufgehaltenen Tür in den Zug. Es piept und piept. Endlich gibt der Mann die Tür frei. Sie schließt sich — nicht ganz.

Die Tasche der einen Schülerin wurde von dem Kiefer namens Tür erfasst. Noch gute zehn Zentimeter fehlen. Es piept und piept. Der eben noch ach-so-behilfliche Mann zerrt an der Tasche, bis auch das letzte Stück Etwas sicher im Zug ist und die Türen schließen können. Jetzt kann dann auch endlich die S-Bahn abfahren. Das Piepen hat ein Ende.

Seid mutig: Bitte einen aggressiveren Warnton

Vielleicht sollte der HVV, resp. die S-Bahn den Warnton ändern. Aggressiver sollten sie ihn machen. Abschreckender. So klingt er mit ein wenig Fantasie wie das Tschirpen von Grillen. Eventuell dachte sich das auch der vermeintlich hilfsbereite Mann, der ja ebenfalls “auf den letzten Drücker” in den Zug gesprungen war. Als er so da zwischen den Türen stand und eine Gasse für die vielen, vielen Zuspätkommer bildete, das hatte schon etwas von einem Typen, der sich gegen einen Baum lehnt. Im Hintergrund musizierten die Grillen. — Nein. Das war ein Warnton und der Zug sollte längst losgefahren sein.

Leute, wenn die Türen piepen, dann ist Schluss. Aus. Dann müsst Ihr Euren Sprint abbrechen, zum Hechtsprung erst gar nicht ansetzen. Das ist gesünder für Euch und der Rest der Fahrgäste kommt ohne Generve ins Büro. Abgesehen davon kann das auch gefährlich sein. Mutter und Vater hätten bestimmt per Mobiltelefon miteinander reden können. Da wäre der Vater eben an der nächsten Haltestelle ausgestiegen und hätte auf Frau und Kind 2 gewartet. Der junge Mann dachte sich wohl, er sei mal heldenhaft — aber sich so zwischen die Tür drängeln und Leute noch reinlassen … nicht gut!

Macht nicht “pieppieppiep”. Wie wäre es mit einem bedrohlichen Löwenbrüllen? Ein Geräusch, dass alle zusammenzucken lässt, bei dem man unwillkürlich einen Schritt zurück geht, anstatt noch in den Zug zu springen und sein Bein einquetschen zu lassen. Ich will einen schrillen Schrei hören, bei dem jeder inne hält und sich umschaut; aber auf keinen Fall noch in den Zug hechtet.

Lange Wartezeiten eher abends

Gerade im Berufsverkehr kommt doch eh gleich wieder eine Bahn. Nicht wie abends, wo man am Jungfernstieg, also mitten in Hamburg, schon mal 20 Minuten auf die nächste Bahn warten muss. Da kann ich so ein Gehetze sogar noch verstehen …

Sichtblende auf dem Jungfernstieg

Bäume werden am Hamburger Jungfernstieg gepflanzt

Noch einmal zum Mitschreiben. Wie war das? Der damalige Steigbügel-Anhänger Mario M. wollte auch eine Reviermarkierung hinterlassen und so wurde Geld gesammelt, um den Jungfernstieg aufzuwerten. Das war teuer, doch nachdem man einen Teil zusammen hatte, kam der damalige Spaß-EB und gab den Rest. Also den Rest vom benötigten Geld meine ich.

Was daraus wurde, wissen wir: eine holprige, unsichere und wenn es nass ist schlüpfrige Angelegenheit. Eher in der Kategorie suboptimal einzuordnen.

Als damals die Bauarbeiten losgingen, habe ich mich noch am meisten darüber aufgeregt, dass die Bäume, die in der Mitte des Jungfernstiegs standen, die die beiden Fahrbahnen voneinander trennten, diese Bäume wurden alle ratz-fatz abgeholzt. Ja, mit dem Fällen von Bäumen war der damalige Senat schnell bei der Hand …

Als Begründung hieß es damals, die Bäume müssten weg, damit man vom südlich gelegenen Gehweg — also dort, wo die zahlenden Läden sind — einen ungehinderten Blick auf die Alster habe. Fand ich damals unmöglich und heute immer noch.

Doch wartet mal: In der letzten Woche wurden wieder Bäume gepflanzt. Nicht als Straßen-Trenner, sondern auf dem verbreiterten Gehweg hin zur Alster. WTF? Und die Bäume behindern dann nicht die Sicht auf die Alster? Seltsam …

Schaut man auf den Siegerentwurf von 2002, sieht man, dass schon damals diese Bäume angedacht waren. Man verstehe mich nicht falsch. Ich begrüße es absolut, wenn Bäume gepflanzt werden. Nur warum werden sie vorher gerodet und dann zehn Jahre später wieder gesetzt? Das ist alles Blaumilch

Übrigens:

Der Jungfernstieg wurde im Volksmund benannt, nachdem dieser mit pompösen Bäumen bepflanzt wurde und sich insbesondere feine Damen zu einem Bummel über die Promenade hinreißen ließen.

Das kann man auf der Hamburg-Seite nachlesen. Eine Schande, dass es also so lange keine Bäume gab. Bäume gehören zum Jungfernstieg!

Wie sind die Bäume eigentlich mit den Buden während des Wintermarktes, des Alstervergnügens oder irgendeines der anderen Fress-und-Saufmeilen-Feste verträglich? Nur mal so gefragt …