Wie die SPD mit der CDU eine große Koalition eingehen konnte – das begreife ich auch jetzt nicht. Ich schrieb ja bereits, dass die Programme der beiden Parteien so verschieden sind, dass eine Ehe in meinen Augen nicht möglich war. Jetzt also die Merkel erste Kanzleuse. Hurra. Das haben wir gebraucht. Jetzt wird Deutschland in föhlichen Farben erblühen. Dabei hätte die Frau laut Mierscheid überhaupt nicht Kanzleuse werden dürfen. Alles falsch vorhergesagt. Wobei ich auch sagen muss, dass nicht alle Punkte wirklich nachvollziehbar waren. 🙂
Den Kanzlerposten für zwei Ministerposten eingetauscht? Schlechter Handel. Zumal sich die CDU feixend hingestellt und gesagt hat, sie wolle das Finanzministerium nicht haben, weil sie keine Haue vom Volk bekommen mögen. Wie hieß es doch vorhin im Radio, als in einer Fußgängerpassage in Hannover nach Kanzleuse Merkel gefragt wurde? Eine Dame meinte, sie bedauere es, dass Schröder nicht mehr Kanzler sei. Der Mann habe hart gearbeitet und etwas bewegt. Schließlich musste er den Dreck der Kohl-Regierung beseitigen. Und das bedarf Zeit. Frau Merkel wollte sie auf gar keinen Fall haben. Ein anderer Passant meinte, die Merkel spiele nicht in der Champions League. Schön gesprochen. Ihm graue davor, wenn er sich die Merkel auf internationalem Parkett vorstelle. Wem nicht? Hingegen meinte ein dritter Passant, dass er Kanzleuse Merkel begrüße. Schließlich sei es ja ein ganz eindeutiges Ergebnis gewesen. Ich verweise an dieser Stelle noch einmal auf das Ergebnis in Hamburg. Das ist ein eindeutiges Ergebnis, nicht aber das Ergebnis der Bundestagswahl. Aber was soll man machen? Das Volk wurde ja vor der Wahl wunderbar von den Medien eingenordet und beeinflusst – auch wenn diese es bestreitet. Und dass die vorläufige amtliche Ergebnis vor der Nachwahl in Dresden verkündet wurde – was meiner Meinung nach ein Unding war – hat natürlich auch die letzten Wähler irgendwie beeinflusst. Schmuh das.