Das Web ist alle

Ist schon auffällig. Nicht nur, dass mich in letzter Zeit mein Feed-Reader öfters hungrig anknurrt, weil die abonnierten Schreiberlinger sich ausschweigen. Man möchte fast meinen, es gibt nichts mehr im Internet zu finden, worüber es sich zu schreiben lohnt. Davon also einmal abgesehen, fällt mir doch auf, dass sich mittlerweile einige Beiträge hartnäckig wiederholen. Da lese ich bei so genannten A-Bloggern auf einmal Beiträge, die ich entweder vor Wochen bei einem Nicht-A-Blogger gelesen oder die ich gar selbst schon verbraten habe. Immer öfter überfliege ich einen Beitrag und denke „Aaaalt. Hatten wir schon.“

Ist das Web leer gefischt? Muss jetzt das Web3.0 her, in der Hoffnung, dass dort neue, frische Inhalte zu finden sind?

A-Blogger… *pfff*

Kommentare (9)

  1. Ivo schrieb:

    Ach, Pipperlapupp. Qualität statt Quantität. Und wer liest schon A-Blogger?

    Samstag, 17. Februar 2007 um 13:42 #
  2. Nils schrieb:

    Hast Recht. Ich habe einen einzigen A-Blogger abonniert – und da überlege ich schon lange, ob ich den nicht endlich mal kicke. Geht mir nämlich langsam auf den Keks… (Hier fand ich dann übrigens in letzter Zeit auch einige der angesprochenen Wiederholungen.)

    Oh, sehe gerade, dass es sogar ein nach mir benanntes Phänomen, das sog. Nils-Phänomen (Kommentar #7) gibt. Da schwellt doch meine Brust vor Stolz um zwei Zentimeter an. 🙂

    Samstag, 17. Februar 2007 um 14:52 #
  3. Michael schrieb:

    bitte was sind A Blogger?

    Samstag, 17. Februar 2007 um 15:30 #
  4. evelin schrieb:

    …möchte ich auch so gern wissen. aber keiner erklärt einem was! 🙁

    Samstag, 17. Februar 2007 um 16:25 #
  5. Michael schrieb:

    man hat mir die Farge beantwortet:

    http://lexikon2.blog.de/2007/01/02/lexikon2_a_blogger~1504174

    Samstag, 17. Februar 2007 um 17:02 #
  6. Boris schrieb:

    Just heute am früheren Abend dachte ich, dass ich schon einige Tage Funkstille auf meinem Blögchen habe und mir irgendwie nichts Gescheites einfallen will. Doch das war ja was, das ich schreiben wollte, wozu ich aber erst ein paar Links zusammensuchten musste und so weiter.

    Jetzt habe ich also geschrieben, und so steht es dort zum Lesen, und sie gingen hin und lasen… ach lassen wir das.

    A-Blogger, auch A-List-Blogger genannt, sind wohl zu sehen wie „Premium-Produkte“: Sie unterscheiden sich von vergleichbaren Produkten (ohne diese Zusatzbezeichnung) genau dadurch, dass sie eben „Premium-Produkte“ genannt werden.

    (Und Gravatar.com hing eben schon wieder? Gute Güte, ich dachte, das wäre jetzt alles neu?)

    Samstag, 17. Februar 2007 um 20:34 #
  7. Nils schrieb:

    A-Blogger ist aber auch – meiner Meinung nach – ein Label, das sich die Ach-so-wichtigen Blogger selber ausgedacht haben, um sich von „denen da unten“, denen, die keiner liest, zu unterscheiden.

    Da möchte ich bemerken, dass ich, als ich anfing zu bloggen, unweigerlich über die heutigen A-Bogger gestolpert bin (damals nannten sie sich noch nicht so). Von denen hatte ich auch einige in der Blogroll. Aber irgendwie hab eich den Eindruck, dass die Herrschaften einfach nur früher da waren, als andere und deswegen hochgehalten werden. Egal, ob sie gut sind oder nicht. Viele der Herrschaften finde ich nämlich arg langweilig…

    Da habe ich doch lieber meine kleinen unbekannten „Popel-Blogger“. 🙂 Die lese ich wenigstens immer gerne, weil sie gute Dinge schreiben.

    @Boris: Ja, Gravatar hing schon wieder. Nervt. Im Moment sehe ich aber alle Gravatare. Sogar meines. 😀

    Sonntag, 18. Februar 2007 um 00:27 #
  8. MartinM schrieb:

    @Michael: wenn es nach den Kriterien in dem von Dir verlinkten Artikel geht, dann ist „Magerfettstufe“, schätze ich mal, ein „B-Blog“ (und ich würde sogar bei einem „A“-Blog mitmachen 😉 ).
    Schätze mal, der Begriff „A-Blogger“ wird inflationsbedingt bald genau so irrelvant wie „Superstar“, „Premium-Marke“, „light“ oder „Web 2.0“ werden.

    Sonntag, 18. Februar 2007 um 02:06 #
  9. Boris schrieb:

    @Nils:

    dass ich, als ich anfing zu bloggen, unweigerlich über die heutigen A-Bogger gestolpert bin (damals nannten sie sich noch nicht so). Von denen hatte ich auch einige in der Blogroll. … nämlich arg langweilig

    Genau so war es bei mir. Kann sein, dass Bloggen so beginnt. Man liest sich erst einmal durch die Blogrollen von ein paar wenigen Bloggern, die man „aufgetan“ hat und fängt an, selbst zu schreiben. Die Blogrollen vieler Blogger überschneiden sich ja meist genau bei den „A-Bloggern“, also hat man die auch im Visier.

    Irgendwann aber läuft das auf inzestuöses Nachrichten-Multiplizieren inklusive Erzeugung von Wichtigkeit hinaus: A-Blogger1 zitiert/verlinkt A2, dieser A3 und A4, A4 zitiert/verlinkt A1 und A2, worauf A2 wiederum A1 zitiert und A4 A3. B- und C-Blogger schließlich nutzen die Gelegenheiten und verlinken davon alles, was nicht festgenagelt ist.

    Schließlich etablieren sich A1 und A2 als unversöhnliche Streithahn-Marken, und A3 bis A10 sowie Bx und Cx haben ein langfristiges Zaungast-Thema, mit dem sie den Rest der Blogosphäre beglücken können.

    Und um A1 bis A10 tummeln sich schließlich die Altmedien-Marken und schmeicheln sich ein, ganz zur Freude der A-Blogger, weil diese ja schon immer in die Riege der etablierten Alt-Medien gehören wollten.

    Der letzte Schritt ist dann die Diskussion darüber, wie man ab dieser Phase des Gesetzt-Seins mit dem A-Bloggen richtiges Geld verdienen kann.

    Sonntag, 18. Februar 2007 um 10:09 #