Ungeschickt formuliert

Zum Thema „Gerechtigkeit und Zufriedenheit in Deutschland“ titeln einige Seiten so etwas:

Eine Mehrheit ist unzufrieden mit der Demokratie.

Ich denke doch einmal, dass die Menschen nicht unzufrieden sind mit der Demokratie und sich jetzt alle eine Diktatur wünschen. Die Formulierung ist deshalb etwas unglücklich gewählt. Doch liest man mal in einen Artikel hinein, z.B. bei der FR, dann klärt sich einiges auf. Die Menschen sind natürlich nicht mit der Demokratie an sich unzufrieden, sondern mit der Art und Weise wie die gewählten Volksvertreter damit umgehen. Schaut man sich an, was alleine in Hamburg vom amtierenden Senat für Schindluder betrieben wird, kann man die Unzufriedenheit voll und ganz verstehen. Das Dilemma an der Demokratie: Ist man unzufrieden mit den demokratisch gewählten Politikern und ihrer Art, wie sie die anvertraute Macht missbrauchen, bleibt einem nur übrig, den Wahlstift hinzulegen. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass diese Handlungsweise einen fatalen Fehler darstellen würde. Randparteien, rechtes Gesocks u.ä. würden Zulauf erhalten – ein Zustand, den ich in Deutschland nicht wiederholt sehen möchte.

Aber was kann man sonst machen? Eine Beeinflussung der Landes-Lenker durch Volksbegehren u.ä. ist nicht möglich (q.e.d.). Und dass jetzt alle selber in die Politik gehen, kann doch auch keine Lösung sein. So geht es jedenfalls nicht weiter. :nene: