Da hat meine Unterschrift auch nichts genützt. Das Volksbegehren Eine Schule für Alle ist gescheitert. Und ich ärgere mich wieder einmal.
Innerhalb von drei Wochen mussten 62.000 Stimmen von wahlberechtigten Hamburgern zusammengetragen werden. Dies schlug fehl. War es die Zeit, die zu knapp war oder war es die zu hohe Stimmzahl? Oder sind die Hamburger zu träge und denkfaul? Wie es scheint, ist Diskussionsbedarf vorhanden. Die Stimmensammler erzählen jedenfalls, dass rege Gespräche entstanden seien. Von daher vermute ich einmal, dass die Zeit zu knapp war. Wer hat noch einmal die Richtlinien für Volksbegehren aufgestellt…?
Gestern sah ich einen einsamen Mann in der Ottenser Hauptstraße stehen und „Letzter Tag für eine Unterschrift“ rufen. Der mutete an wie ein irrer Verkünder der Apokalypse.
Nun hat es also nicht gereicht. Schade, schade. 🙁
Kommentare (2)
Sehr lustig, dass ich aus dem anderen Lager die gleiche Überschrift gewählt habe. 😉
Woran liegts? Wahrscheinlich, dass die meisten Menschen einfach dagegen waren. Die Negativgründe wurden einfach zu gut kommuniziert.
Ich hätte mein Kind lieber auf eine Privatschule oder ein Schweizer Internat ab Klasse 5 geschickt, als gefügig in dieses Primar- und Stadtteilschul-Modell zu schlucken.
Es wäre ein Rücksschritt in der Bildung, keinesfalls einer nach vorne.
Ich glaube, die Positivgründe wurden zu wenig kommuniziert – bzw. zu wenig Menschen waren bereit, sich ernsthaft darauf einzulassen, diese nachzuvollziehen. Die „Negativgründe“ nachzuplappern ist sicherlich weniger mühevoll. Lernen, Bildung, Zukunft ist eben ein komplexes Thema (deswegen ja die intensiven Diskussionen bei der Unterschriftssammlung) – und so sehr scheinen Kinder dann in der Masse doch nicht zu interessieren… Ok, bis auf die eigenen vielleicht, die (subjektiv durchaus zu Recht) vor schädlichen Einflüssen geschützt werden sollen…
Allerdings, Primar- und Stadtteilschulen wird es ja (gerade auch wegen des Scheiterns dieses Volksbegehrens) neben den Gymnasien voraussichtlich trotzdem bald in Hamburg geben.
Also doch Privatschule? 😉