Kinder-Arbeit

Es ist also kein Einzelfall gewesen. Dann noch einmal schnell nachgetragen: Letzten Freitag am Gänsemarkt in den ersten Bus gestiegen, der da kam und in Richtung Hauptbahnhof fuhr. Ein 5-er. Nie gehört. Egal, der fuhr in die Mönckebergstraße.

Den ach-so-schicken Jungfernstieg entlang gezuckelt. Das ist die Straße, die derzeit schon wieder aufgerissen wird und die Anfang 2007 noch einmal aufgerissen wird. Ein echter Reißer diese Straße. *kalauer* In Höhe der Alster dann eine Kinderstimme. „Nächster Halt Rathausmarkt“. Was?

Man erwartet eine vertraute Männerstimme, die den nächsten Halt ansagt. Wenn es nicht der Band-Sprecher ist, dann erwartet man den Busfahrer, resp. die Busfahrerin. Aber eine Kinderstimme? In Bruchteilen einer Sekunde ging es mir durch den Kopf: Nicht Band-Mann. Aber auch nicht Busfahrer! Oder doch? Fährt ein Kind? – Panik kam auf.

So ging das dann bis in die Mönckebergstraße. Mehrere Kinderstimmen kündeten die Haltstelle und die Umsteigmöglichkeiten an.

Dass unser Spaß-Senat nicht gerade familien- oder kinderfreundlich ist, das wussten wir ja schon. Aber dass die jetzt auch Kinderarbeit fördern? Was soll das denn den Aber-Trillionen Touristen und WM-Fans signalisieren? Ja, auch wir sind ein Entwicklungsland, wo Kinder arbeiten? Oder: Ja, schaut her. Wir sind ein Kindergarten!? :nene:

Oder geht es dem HVV so mies, dass sie (neben der Preiserhöhung vom April) nur noch Kinder einstellen können?

Kommentar (1)

  1. Boris schrieb:

    Kinderfreundlichkeit ist bei uns kein reales »Sein«, sondern ein politisch werbewirksames »Als-ob«.

    Mittwoch, 12. April 2006 um 11:16 #