FAZ VIII

Spider-Man - FAZ-Edition, via www.faz.net So langsam kommen wir zu einem Ende. Offiziell ist Spider-Man mein letzter Band aus der FAZ-Comic-Edition. Aber ich schaue noch einmal in Gaston hinein.

Das Vorwort bei Spider-Man scheint wieder von unserem Pseudo-Psychologen geschrieben zu sein, der mir Batman und die Fab4 so vermiest hat. Allerdings merkt man den Brechreiz nicht mehr so doll.Wenn es denn der selbe Schreiberling ist, hat er sich gebessert. *puhh* Das Vorwort kann man lesen, muss es aber nicht unbedingt.

Zum Inhalt. Was haben wir denn hier?

  1. Spider-Man! aus dem Jahr 1962 ist die Entstehungsgeschichte des Wandkrabblers. Man weiß natürlich, wie Peter Parker zu seinen Kräften kam, aber das Original noch einmal zu lesen hat was. Die Story hat eigentlich mehrere Teile. So lernen wir auch J. Jonah Jameson, den späteren Chef von PP kennen. Der Mann ist gleich gegen Spider-Man und will ihn am liebsten im Gefängnis sehen. Da kann sich PP noch so sehr anstrengen, wie er will. Sehr schnell hat er einen schlechten Ruf weg.
  2. Spider-Man gegen das Chamäleon (1963) ist, so finde ich, eine typische 60er Jahre Geschichte. Mit viel Ahs und Ohs. Hier will Spider-Man seinen Ruf aufbessern und bei den Fab4 einsteigen. Außerdem erhofft er sich dadurch ein gesichertes Einkommen – was er dort natürlich nicht findet. Sattdessen wird sein Ruf durch das Chamäleon erneut in den Dreck gezogen.
  3. Danach kommt eine Geschichte mit dem Geier. Eigentlich nur erwähnenswert, weil PP zum ersten Mal Fotos an J. J. J. verkauft.
  4. Es folgen zwei Geschichten mit dem Grünen Kobold (1966), in denen der Kobold die Geheimidentität von Spider-Man aufdeckt. Es kommt zu einem spektakulären Kampf.
  5. Natürlich darf Doc Ock auch nicht zu kurz kommen. Drei Geschichten aus dem Jahr 1970, die darin enden, dass ein guter Freund von Spidey stirbt. Nette Geschichte.
  6. Die beiden folgenden Storys sind so alt wie ich und beschreiben den Tod von Peter Parkers Freundin Gwen sowie dem anschließenden Ende des Grünen Kobolds. Ich wusste zwar, dass der Kobold Peters Freundin auf dem Gewissen hatte, aber die Geschichte las ich bis dahin noch nie. Nett zu sehen, dass die Art und Weise, wie der Kobold stirbt auch in dem genialen Spider-Man-Film von Sam Raimi verwendet wird.
  7. Dann wird es patriotisch. Aber das sei ihnen diesmal vergönnt. Die vorletzte Geschichte aus dem Jahr 2001 trägt keinen Titel. Autor Straczynski beschreibt die Ohnmacht, die nach dem 11. September bei den Amerikanern einsetzte. Und mitten im Chaos um Ground Zero ist auch Spider-Man dabei und hilft.
  8. So, die letzte Geschichte. 2002 wurde Das lange Gespräch zwischen Peter Parker und seiner Tante May gehalten. Es gab eine Zeit, da las auch ich Spider-Man-Hefte. Hauptsächlich, weil ich die Zeichnungen von John Romita jr. so cool finde. Aber irgendwann wurde es mir zu teuer. Aufgehört habe ich genau vor dem langen Gespräch. Nun weiß ich, wie es ausging.

Unterm Strich nette Unterhaltung. Peter Parker/Spider-Man ist mir aber doch eine zu deprimierende Figur. Dafür wird er von allen geliebt, weil er so menschlich ist. Ich habe aber keine Lust, dafür so viel Geld auszugeben, um zu lesen, wie schwer es der Junge hat. Gut, Batman/ Bruce Wayne hat es auch schwer. Aber irgendwie mag ich auch die DC-Comics einfach lieber. Wer aber keinen Spider-Man-Comic bisher gelesen hat, der ist mit diesem Band für 4,90 Euro sehr gut bedient.