P wie peinlich

Herr Berlusconi hat mit 25.000 Stimmen gegen Herrn Prodi verloren. Aber da sein Ego um einiges größer ist als so eine kleine Zahl, ruft er „Wahlbetrug“ und lässt 80.000 1,1 Mio Stimmzettel neu auszählen. Da muss doch noch jemand für ihn gestimmt haben..? Erinnert mich irgendwie an die Art und Weise, wie das Mr. Ich-bringe-Euch-Frieden-durch-Krieg Bush seiner Zeit gemacht hat. Da war allerdings die Technik Schuld, so dass die Stimmzettel nicht richtig gelesen werden konnten. Nun also in Italien ein ähnliches Spiel? *gähn*

Politik? Kann man einfach nicht Ernst nehmen. Ist alles ein Kindergarten. Dafür braucht man noch nicht einmal in die Ferne blicken, wenn das Grauen liegt so nah…

Spaß-EB (EB wie ‚erster Bürgermeister‘) von Beust kann so ein Kasperle-Theater auch nicht mit ansehen und geht lieber früher aus der Bürgerschaft. Ist ja alles lächerlich, was da geblubbert wird. Er solle Unterlagen an ein ihm nahe stehendes Fischeinwickel-Papier geleitet haben? Nur, weil es davon lediglich drei Exemplare gibt, ihm eines gehört und die beiden anderen nur über ihn verteilt worden sein können? Lächerlich. Da geht von Beust doch lieber Ostereier ausblasen, als dass er sich solche Märchen anhört. Oder was war wichtiger, als Politik „zu machen“?

Lustig wäre es übrigens, wenn Beust noch vor Schnieber-Jastram gehen müsste. 😀

Ach und wenn es doch zu Neuwahlen in Hamburg kommen sollte: Man zählt so, liebe Leute – 1, 2, 3, 4, 5… Nicht anders! Man zählt übrigens auch nur Wählerstimmen, nicht Euros!

Kommentare (3)

  1. Gunnar schrieb:

    Das Theater erinnert mich an eine Wahlveranstaltung neulich, bei der eine schleswig-holsteinische Politikerin partout nicht abtreten wollte… Überall das Gleiche.

    Donnerstag, 13. April 2006 um 15:36 #
  2. Was aber den Berlusconi angeht: Mich dünkt, den sind wir noch nicht los…

    Freitag, 14. April 2006 um 13:17 #
  3. Thomas schrieb:

    Ja und ich brauch nicht mal bis zum Rathaus fahren, habe direkt vor
    der Tür hier auf dem Dulsberg ein Politiktheater. Die örtlichen
    Sozialdemokraten hätten wohl gerne das ich meine Frau auspeitsche
    und ihr verbiete eine eigene Meinung zu haben, nur weil sie eine
    Entscheidung des Jugendhilfeausschuß mitgetragen hat, die den örtlichen
    Politikern nicht passt. Nur ich bin Deutscher, bei einigen ausländischen
    Mitbürgern scheint so was ja zu funktionieren. Ob die Dulsberger
    Sozialdemokraten auch das Grundgesetz noch kennen?
    Es kann nicht sein, dass nur wer mit dem örtlichen Sozialdemokraten
    pfeift ein guter Dulsberger ist.

    Freitag, 14. April 2006 um 23:15 #