Die AOL-Arena ist bekanntlich nicht mehr (gibt es AOL überhaupt noch?). Die Buchstaben des neuen Sponsors sind noch nicht angebracht. Die Sportstätte heißt dann irgendwann auch optisch HSH-Nordbank-Arena. Ein Name, für den man erst einmal tief Luft holen muss, will man ihn aussprechen.
Heute morgen hörte ich dann im Radio den Namen HSV-Arena, schließlich bolzt der Hamburger Verein in dem Rund. Ich weiß nicht — so tief Luft holen ist Arbeit (übrigens auch das Tippen), also doch HSV-Arena? Ist aber ebenfalls falsch. Somit gehe ich wieder „back to da roots“ und sage Volksparkstadion dazu. Liegt schließlich im Volkspark.
Übrigens sage ich immer noch Musikhalle und nicht Laeiszhalle – und das absolut bewusst (Sorry, Herr Laeisz…). Nicht ganz so bewusst sind die Versprecher, wenn es um die Willy-Brandt-Straße geht. Da rutscht mir noch zu 78,2% die Ost-West-Straße raus… Auch kommt mir manchmal noch der gute alte Karl-Muck-Platz anstatt des Johannes-Brahms-Platzes über die Lippen. Das werde ich mir aber schnell abgewöhnen, lese ich doch, dass der Mann den kleinen Österreicher mit dem Krüppelbart verehrt haben soll. *pfui*
Volksparkstadion. Schon um nicht mehr dieses blöde „Arena“ sagen zu müssen…
Kommentare (5)
Für mich war das nie etwas anderes als das Volksparkstadion. Und auch das neue Dingens am alten Platz hier in Frankfurt ist für mich das Waldstadion. Basta.
Geht mir auch so. Allerdings: War es nicht so, dass die Leiszhalle, bevor sie Musikhalle genannt wurde, früher auch Leiszhalle hieß?
Das ist korrekt. Aber – hey – wie lange ist das her? Das ist vor unserer Zeit gewesen. Beide Zeiten zusammen genommen noch davor.
Übrigens: Es fällt auf, dass irgendwie viel umbenannt wird. Ab 2008 heißt dann Hamburg auch endlich offiziell „Ole-Stadt“. *schauder*
Dieser ganze volksuntümliche Namensheckmeck ist ausschließlich das Ergebnis unseres Steuerrechts:
AOL oder Nordbank sind dazu überredet worden, dem HSV eine Spende zukommen zu lassen. Eigentlich würde es ihnen reichen, wenn sie dafür einige Male lobend in Funk&Fernsehen erwähnt werden. Die Spende müßte dann aber aus versteuertem Geld bezahlt werden, weil der HSV nicht gemeinnützig ist. Das will weder AOL noch Nordbank. Also: Man „kauft“ sich den Namenszug am Stadion zu einem noch soeben akzeptablen Mondpreis und kann das dann als Betriebsausgaben (Marketing) geltend machen.
Bei mir hieß das Teil immer nur Volksparkstadion. Ich laß mir doch nicht vorschreiben, wie ich was zu nennen habe. Andrenfalls heißt Hamburg sonst irgendwann Siemens-City, Berlin wird zur T-Com-Metropole und aus Chemnitz wird Karl-Marx-Stadt. :)))