Der letzte Band des letzten Mannes

Cover von Y - The last man, Band 10Nun ist es vorbei. Die spannende Geschichte von Brian K. Vaughan, Y – The last man, hat ihr Ende gefunden. Die Geschichte war auf 60 Ausgaben ausgelegt, im Februar erschien die letzte Ausgabe und nun ist der letzte Sammelband erschienen. Dieser enthält die US-Ausgaben 55 bis 60.

Wow. In den letzten Folgen dreht Vaughan noch einmal voll auf und bringt alle Handlungsstränge zu einem Ende. Unser Held Yorick findet seine geliebte Beth, die er fünf Jahre lang gesucht hat – aber das läuft alles nicht so, wie geträumt. Wir erfahren, was es auf sich hat mit der Suche der israelischen Armee nach dem letzten Mann auf der Welt. Agentin 355… – wird hier nicht verraten. Nicht nur die hier aufgezählten Ereignisse, sondern auch viele andere ließen mich immerzu mit großen Augen und einem „Das kann er doch nicht machen“ zurück. Ein Wow-Moment reiht sich an den nächsten.

Die Geschichte um Yorick ist eigentlich in der Ausgabe 59 schon abgeschlossen. Im letzten Heft wird dann noch einmal gezeigt, wie die Zukunft der Welt ausschaut, wenn es keine Männer mehr gibt. Mit einem Schmunzel-Ende. 🙂 Auch das wird nicht verraten.

Brian K. Vaughan gab nach dem Abschluss der Serie auf CBR ein Interview, in dem er noch einmal erklärt, wieso er dieses oder jenes gemacht hat. Er erklärt u.a. warum Y – The last man sich von anderen Comics unterscheidet: diese Geschichte hat ein Ende, wie es jede gute Geschichte haben sollte. Kein Netzschwingen in New York oder Sich-als-Fledermaus-verkleiden seit zig Jahren und kein Ende ist abzusehen. (Nicht dass ich etwas dagegen habe, dass Batman nie zu einem Ende kommt…) Y – The last man ist eine Geschichte übers Erwachsen werden, aber auch eine SciFi-Erzählung. Vaughan weist darauf hin, dass die Idee „letzter Mann auf Erden“, bzw. „ein Geschlecht wird komplett ausgelöscht“ nicht unbedingt die neuste Idee war. Aber in den anderen Geschichten und Filmen sind es entweder Sex-Fantasien (Uhh, letzter Mann kann unter unendlich vielen Frauen wählen und alle wollen nur ihn…) oder die Frauen zeigen, dass sie auch nicht viel besser sind als Männer und in Abwesenheit aller Y-Chromosomenträger auch nur Krieg machen. Das ist bei Y – The last man etwas anders.

Eine gute, eine bedrückende, eine lustige Geschichte. Eine Geschichte mit Ende, was auf der einen Seite schade ist, auf der anderen durchaus Sinn ergibt. Brian K. Vaughan bleibt am Ball. Er schreibt weiter und zwar an Ex Machina und als ein Autor von Lost, um die beiden wichtigsten Projekte zu nennen.