Hurra! Wunderbar! Einzigartig! Ole ist der Beste! – So könnte man beim Senatsblatt Abendblatt auch schreiben. Da heißt es, Hamburg würde boomen. Alles wegen Projekt „Wachsende Stadt“? Allein in Hamburg müssten wegen des großen Zustroms neuer Bürger bis zum Jahr 2020 32.000 neue Wohnungen gebaut werden.
Schaut man jedoch in ein Blatt, dass nicht vom Senat gelenkt wird, dann liest sich das alles schon wieder etwas anders. Die taz schreibt u.a. zum gleichen Thema, dass bis 2020 die Einwohnerzahl innerhalb der Stadtgrenzen leicht zurückgehen werde. Außerdem ist hier die Rede von 35.000 fehlenden Wohnungen.
Okay, dann schauen wir doch einmal, was die zitierten Verbände dazu sagen, die die Umfrage in Auftrag gegeben haben. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) gibt dazu ein Paper heraus, das tatsächlich eine Zahl von 35.000 erwähnt. Überhaupt: Es wird von der „Metropolregion Hamburg“ gesprochen. Hamburg als Stadt kommt – zumindest in dem Paper – kaum vor. Die taz-Zahl von 35.000 neuen Wohnungen bestätigt der VNW. Hat das Senatsblatt also auch noch falsch abgeschrieben. *tsts*
Und der Verband der Wohnungswirtschaft in Niedersachsen (vdw), der ebenfalls an der Studie beteiligt war? Der sagt gar nichts dazu. Ebenso das Hamburger GEWOS Institut, das die Studie durchgeführt hat. Nichts.
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Aus für Spielhaus Zeiseweg?
Es ist doch immer wieder interessant, wie Hamburg – die wachsende Stadt – sich als familienfreundlicher Lebensort darstellt. Nun wird vom Senat auch noch der Wettbewerb „Familienfreundliches Wohnquartier“ ausgelobt (Konkurrenz belebt ja schließlich …
[…] Familientauglichkeit ? Oder Alles Ole Ole? Filed under: Allgemein — udo @ 5.17 am Es ist doch immer wieder interessant, wie Hamburg – die wachsende Stadt – sich als familienfreundlicher Lebensort darstellt. Nun wird vom Senat auch noch der Wettbewerb “Familienfreundliches Wohnquartier” ausgelobt (Konkurrenz belebt ja schließlich das Geschäft), während die in Jugendhilfefragen zuweilen enorm familienunfreundliche Sparpolitik desselben Senats zu massiven Einschränkungen der Familientauglichkeit mancher Quartiere führt. […]