Mogelpackung

Hamburg – eine Stadt wie viele. Auch in Hamburg regiert Rot. Was? Nicht in der Politik. Das wäre ja schön. Nein, in der Wirtschaft. Das Stichwort lautet „rote Zahlen“. Also werden städtische Immobilien verkauft. Irgendwie muss Geld in die Kassen kommen. Man muss sich nach dem Verkauf zwar wieder in die eben noch verkauften Immobilien wieder einmieten – aber das ist ein alter Hut.

Die Hansestadt an der Elbe hat also kein Geld? Ich würde da – ganz blauäugig – Kosten sparen, mir sagen „Nils, möchtest Du dieses oder jenes? Ja? Überlege, ob Du es brauchst und ob Du es Dir leisten kannst.“ Meine Oma hat gesagt. „Man kann kein Geld ausgeben, wenn man es nicht hat!“ Wie es scheint, sind das Faustregeln, die nicht für große Städt. gelten. „Sonnenscheinchen“ von Beust und seine fröhlichen Super-Gesellen handhaben eine finanzielle Misslage anders. Man ballert fröhlich Geld für „Wahrzeichen“ (die man nicht braucht) heraus – und sagt es einfach nicht. Still ruht die Seilschaft die Elbe der See.

Da wird z.B. das Schifffahrts- und Marine-Museum des Herrn Tamm für viel Geld gebaut und Extra-Kosten unter den Tisch fallen gelassen. Mogeln nennt man das. Betrügen ginge auch. In diesem Fall ein Betrug am Bürger, der – warum ist mir immer noch ein Rätsel – diesen Senat gewählt hat. Schließlich sind es Steuergelder, die dort für Extra-Umbauten ausgegeben werden. Aber – ach was soll’s? – ist doch unser guter Kumpel, der Peter. Wo hat der noch einmal früher gearbeitet? Unter Kumpels kann man schon mal ein Auge zudrücken oder auch den Mund halten.

Bleiben wir in der HafenCity, beim Senat und bei der Zeitung: Die taz wundert sich, dass der CDU-Senat so großzügig mit öffentlichem Grund in der HafenCity umgeht. Stimmt, da kann man sich drüber wundern. Doch auch hier gilt, wie schon im oberen Beispiel, die Devise des Stillschweigens. Verschwiegen wird, was Hamburg mit dieser Offenherzigkeit an Einnahmen verschenkt.

Was sagt denn das Senats-eigene Abendblatt dazu? *such* Nichts. War ja klar…