Ausgesprochen – lächerlich

Der Hamburger CDU-Senat, ich schrieb bereits dazu, mag es bekanntlich nicht, wenn das Volk eine eigene Meinung hat. Bisher wurde Volkes Stimme fröhlich ignoriert. Ihr wollt keinen LBK-Verkauf? Gut. Haben wir gehört. Aber wir verkaufen trotzdem. Ihr wollt in Altona das Bismarckbad erhalten? Schön. Wir reiße es trotzdem ab. Und dann wollt Ihr dummen Wähler jetzt was? Dass Volksentscheide für uns bindend sind? Ja spinnt Ihr denn?

Wie bereits angekündigt soll es ein Volksbegehren geben, das Volksentscheiden mehr Bindung verleiht. Der Senat hat daraufhin die Unterschriften-Sammlungen, die nötig sind, um einen Volksentscheid durchzuführen, verboten. Wer einen Volksentscheid machen möchte, der darf nicht öffentlich Unterschriften sammeln. Alles längst bekannt und auch von mir angekreidet. Nun spricht endlich jemand aus, was jeder Mensch mit einem Funken gesunden Menschenverstands eh schon gedacht hat: Der Senat unter von Beust zieht Volksbegehren ins Lächerliche. Das ist so, sage ich, als ob man dem Bürger ins Gesicht spucken würde.

Und dennoch laufen sie im nächsten Jahr alle wieder brav in die Wahlkabinen und machen ihr elektronisches Kreuz (was da alles wieder schief gehen und manipuliert werden kann…) bei dem grinsenden Spaß-EB Beust. Wieso machen die das nur? Ich verstehe die Hamburger nicht mehr…

Ich habe jedenfalls meine Briefunterlagen schon beantragt und auch eine Rückmeldung erhalten, dass meine Bestellung eingegangen ist.

Kommentare (3)

  1. Ecki schrieb:

    Au je, das hört sich ja derbe an. Vo(gone)n Beust scheint ja ziemlich garstig zu sein, da ist unser burschikoser Oettinger ja noch ein lieber Bengel dagegen.

    Freitag, 2. Februar 2007 um 20:07 #
  2. Nils schrieb:

    „Garstig“ ist dann doch eher ein Adjektiv, das mir bisher noch nie mit dem Spaß-EB in den Sinn kam. 😉

    Freitag, 2. Februar 2007 um 21:30 #
  3. Kurt schrieb:

    Naja, man kann ja mal das dumme Volk fragen . . .
    . . . und dann wieder zum Tagesgeschäft übergehen.

    Seid’s doch mal ehrlich, die meisten von uns sind viel zu satt und faul, um für so etwas wie ’nen Volksentscheid auf die Barrikaden zu gehen.
    Wir hätten die Macht und die Möglichkeit, unseren „Volksvertretern“ unsere Meinung unmißverständlich zu zeigen, aber das macht ja Arbeit und ist unbequem . . .

    Samstag, 3. Februar 2007 um 18:36 #