Im Gegensatz zu einem Bekannten von mir, der zu 98% nur eine Musikrichtung hört, kann ich mich damit rühmen, dass meine Musiksammlung recht vielschichtig ist. Musik ist, wie jeder weiß, etwas, das unsere Emotionen widerspiegeln kann. Musik kann aber auch Emotionen hervorrufen. Nun sollte ein Mensch nicht immer in der gleichen Gemütsverfassung sein. Das wäre schlicht langweilig.
Also nenne ich ein reichhaltiges, abwechslungsreiches Musikangebot mein. Es gibt jedoch auch Musikstile, die in meiner Sammlung einfach nichts zu suchen haben. Der Blues ist ein Stil, der nicht unbedingt verbannt gehört, aber so extrem gerne höre ich ihn dann doch auch wieder nicht. In meiner Sturm- und Drangzeit erwarb ich einst eine John Lee Hooker-LP, die ich anfangs rauf- und runterhörte. Allerdings ist mir der Blues dann doch irgendwann zu monoton und zu deprimierend. Seit einiger Zeit habe ich das Lied Black Snake Blues von dem von mir geschätzten Jeff Martin auf dem Rechner. Mag am Künstler liegen, aber das Stück gefällt – mit der Zeit. (Ein sehr sehenswertes Video dazu, wie er das Lied mit der Lap-Steel-Gitarre vorträgt, gibt es bei YouTube zu sehen.)
Vor einigen Tagen bin ich über den Trailer zum Film Black Snake Moan mit Samuel L. Jackson und Christina Ricci gestolpert. Was mir sofort aufgefallen ist, dass ist ein Stück im Hintergrund: Die beiden Zottelbrüder von The Black Keys spielen ihren Blues-Rock in dem Stück When the Lights Go Out. Ich mag dieses druckvolle, leicht ausgeleierte Schlagzeug mit der Bassgitarre (Ist das eine?). Sehr interessant – trotz Blues-Stempels.
Wieso haben es die Blues-Leute eigentlich alle so mit den Schlangen…?
Kommentar (1)
Ich weis nicht, was es mit den Schlangen auf sich hat, aber gerade habe ich mal wieder die Doors gehört und deren „Crawling King Snake“ passt ganz gut in deine Sammlung da oben.