Geld zu verschenken

Ja, da horchen alle wieder auf, da werden alle wach, gell!? Sobald einer davon spricht, dass er Geld verschenken würde, kommen die Leute unter ihren Regenschirmen hervor. Mache ich natürlich nicht. Welches denn auch? Nein, die Rede ist vom Hamburger Spaß-Senat. Von wem sonst?

Ich möchte an dieser Stelle nicht noch einmal einzelne Posten aufzählen, sondern an die enorme Zahl von Gutachten erinnern, die dieser Senat ständig in Auftrag gibt. Von 7,7 Millionen Euro für Gutachten im Jahr 2006 auf 17,6 (resp. 5,5) Millionen Euro im ersten Halbjahr 2007 — das muss man erst einmal bringen.

Schön finde ich dann auch diese unverfrorene „Offenheit“, die dort an den Tag gelegt wird. Wissenschaftssenator Dräger gab z.B. im Rahmen des Senatsprojekts Talentstadt ebenfalls den Auftrag für ein Gutachten. Okay. Mal eben wieder 239 400 Euro weg, doch das pikante ist hier, dass Dräger seinem alten Arbeitgeber den Auftrag vermittelte. Nett. Aber das macht man ja „unter Freunden“ so… Ne? Einen Interessenkonflikt sieht er in dieser Vergabetechnik jedoch nicht.

Natürlich nicht.

Wirtschaftssenator Uldall sieht das anscheinend anders:

Aus aktuellen Äußerungen von Senator Uldall geht jedoch hervor, dass solche Interessenskonflikte von anderen Senatoren sehr wohl erkannt und anders gelöst werden.

Wie soll ich den Satz denn verstehen? Andere Senatoren sehen, dass Dräger Bockmist gebaut hat und sie praktizieren solche Vergabetchniken ebenfalls, stellen sich dabei nur geschickter an? Oder wie jetzt?

Als Wissenschaftssenator hätte Dräger es jedenfalls besser wissen müssen.