Oh, Mann, ob ich heutzutage noch einmal Kind sein möchte? Ich weiß nicht… Ich muss da immer dran denken, wenn meine Nichte bei ihren Großeltern ist und sie gesagt bekommt, dass sie nicht alleine in den Wald darf. Kinder dürfen das heute nicht mehr. Leider zurecht.
Oder letzten Freitag, da waren wir im Kino und schauten „American Gangster„, als in einer Szene ein Krimineller zum Hauptdarsteller sagt, dass er in einem Skiort war und nun solle mal sein Cop-Kumpel raten, wen er dort getroffen hätte: Burt Reynolds! Während ich noch schmunzelte und den Bartträger lebhaft vor Augen hatte, dachte ich an die kleinen Jugendlichen, die auch gerne Gangster sein wollten und mit uns im Kino saßen. Die konnten damit damit gar nichts anfangen. Burt Wer? Kenn‘ die nicht…
Schaut man sich dann an, mit was für Medien die Kinder heute aufwachsen: Arme Kinder! 24 Stunden auf hunderten von Sendern nur Müll! Computerspiele, die bei jedem Erwachsenen Epilepsie auslösen, Klingelton-Werbung rauf und runter. Klingeltöne überhaupt. Ich weiß von Jugendlichen, die die Musikanlage laufen haben, dann noch den Fernseher, den Rechner und nebenbei machen sie irgendwie (mehr halbherzig) Hausaufgaben… Und: Sport? Was ist das denn schon wieder? Obwohl, es gibt ja auch dafür Computerspiele.
Kein Wunder also, dass die erste Staffel der Sesamstraße, die in den Staaten auf DVD erschienen ist, eine Warnung vorangestellt bekommen hat, dass das gezeigte Material nicht für Kinder geeignet sei. In dem Artikel (s.o.) ist auch ein Video zu sehen, das den Kindern damals gezeigt hat, wie die Milch in den Tetrapack Pappkarton kommt. Wenn die heutigen Kinder nicht von blanker Panik ergriffen werden, ob der Tatsache, dass da ein Farmer Hand an Nippel anlegt und daran rumzupft, ein Kind eine weißliche Flüssigkeit direkt aus dem Euter eines Tieres ins Gesicht gespritzt bekommt, dann macht die Art und Weise des Beitrags den Kindern den Garaus. In ruhigen Einstellungen, mit wenig Text und einem einschmeichelnden Sänger im Hintergrund („Hey Cow, I see you now…“) wird in über sechs Minuten etwas von Milchproduktion erzählt. Ganz gemächlich. Damals haben anscheinend Sendeminuten noch nichts gekostet.
Heute würde so ein Beitrag in einer der unzähligen Wissens-Shows wohl in der Hälfte der Zeit mit unglaublich vielen Schnitten und ganz lauten Maschinen gezeigt werden. Arme Kinder…
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[…] computerspielee da mal wieder vor haben hat mehr löcher als ein Käse dabei hatte ich kniffel mit 6 Jahren gans gerne gespielt naja kranker bin ich auch nicht geworden und ein amok lauf habe ich auch noch nicht gehabt mal abgesehen dafon ist das gesetz fürn ARSCH da ich 24 Jahre bin bezweifle ich ob Doom im Englischen Original überhaubt importiert wird da die idioten ja mal wieder nur scheiße machen würden die eltern die verantwordung übernehmen ihre kinder zu erzihen, dann währe der knilch in dresden nie durchgeknallt aber gut … jetzt kommen wieder mal tausend antworten aber was solls ich für mein teil werde pac man und co auch an meine kinder weitergeben auch wenn sie vom laden tisch verschwinden das gilt auch für kniffel und doom das is ne reine erziehungs sache mein erstes doom und wolfenstein hatte ich 1992 gezockt mehr als ohne hin schaden habe ich nicht genommen mal abgesehen dafon aufklärung ist alles … und das neue gesetz ist fürn arsch die leute kommen so rann oder so ob esel und co oder übern freund der älter ist oder wie auch immer … als eltern teil kauf ich das lieber meinen kinder wenn die doom wollen als über freunde so kann ich kontrollieren was fürn scheiss das kiddi verzappt !!! grüße […]